Kindergartengebühren Archive - SPD & parteifreie Bürgerinnen und Bürger https://spd-parteifreie-forstern.de/tag/kindergartengebuehren/ Wed, 11 May 2022 06:53:42 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.8.3 https://spd-parteifreie-forstern.de/wp-content/uploads/2019/12/cropped-LogoMakr_8X5EEu-1-1-32x32.png Kindergartengebühren Archive - SPD & parteifreie Bürgerinnen und Bürger https://spd-parteifreie-forstern.de/tag/kindergartengebuehren/ 32 32 Gemeinderatssitzung 10.5.2022: Gebühren der Kindertagesstätten & Umbau „Villa Wirbelwind“ https://spd-parteifreie-forstern.de/gemeinderatssitzung-10-5-2022-gebuehren-der-kindertagesstaetten-umbau-villa-wirbelwind/ Wed, 11 May 2022 05:31:17 +0000 https://spd-parteifreie-forstern.de/?p=2453 In der heutigen öffentlichen Sitzung waren die Kindertagesstätten (alleiniger) Schwerpunkt. Nach der Sitzung des entsprechenden Ausschusses in der Woche zuvor (der Merkur berichtete: Kinderbetreuung in Forstern: Gebühren werden steigen ), der Vorschläge erarbeitet hatte. muss der Gemeinderat die Beschlüsse fällen. TOP1: Schließtage der gemeindlichen Kindertagesstätten für das Kindertageseinrichtungenjahr 2022/2023; Beratung und Beschlussfassung Seit 2013 sind […]

Der Beitrag Gemeinderatssitzung 10.5.2022: Gebühren der Kindertagesstätten & Umbau „Villa Wirbelwind“ erschien zuerst auf SPD & parteifreie Bürgerinnen und Bürger.

]]>

In der heutigen öffentlichen Sitzung waren die Kindertagesstätten (alleiniger) Schwerpunkt. Nach der Sitzung des entsprechenden Ausschusses in der Woche zuvor (der Merkur berichtete: Kinderbetreuung in Forstern: Gebühren werden steigen ), der Vorschläge erarbeitet hatte. muss der Gemeinderat die Beschlüsse fällen.


  • TOP1: Schließtage der gemeindlichen Kindertagesstätten für das Kindertageseinrichtungenjahr 2022/2023; Beratung und Beschlussfassung

Seit 2013 sind die Schließtage auf 30 Tage festgelegt. Der Kindertagesstättenausschuss empfiehlt, dies so beizubehalten. Einstimmig (bei 3 abwesenden Gemeinderäten) zugestimmt.


  • TOP2: Gewichtungsfaktor 2,0 für unter dreijährige Kinder in den Kindergärten „Villa Löwenzahn“, „Villa Wirbelwind“ und „St. Korbinian“ für das Kindertageseinrichtungenjahr 2022/2023; Beratung und Beschlussfassung

Diese Regelung gibt es seit 2007, der Beschluss dazu ist jährlich zu treffen. Einstimmig.


  • TOP3: Festsetzung der Kindergartengebühren und Krippengebühren für das Kindertageseinrichtungenjahr 2022/2023; Beratung und Beschlussfassung

Bürgermeister Streu stellte, wie auch im Kindetagesstättenausschuss, die Einnahmen- und Ausgabesituation vor.

Im Kalenderjahr 2021 ergab sich im Bereich der Kindergärten (nicht enthalten Mittagsbetreuung, OGTS, Jugendarbeit etc.) ein Defizit von 953T€. Im Vorjahr lag das Defizit bei ca. 1002T€.

Kosten:
Personalkosten KITA Gemeinde: 1519T€
Personalkosten Korbinian: 291T€
Personalkosten Sonstige: 43T€
Personalkosten Rathaus: 180T€
Sachkosten: 210T€
Gesamt: 2245T€

Einnahmen: 1292T€ (davon Elternbeiträge ca. 250T€; Rest Förderung).

Defizit Villa Wirbelwind: 163T€ / 72% Kostendeckung
Defizit Villa Löwenzahn: 328T€ / 61% Kostendeckung
Defizit Villa Kunterbunt: 141T€ / 54% Kostendeckung

Bürgemeister Streu machte es nochmal deutlich: die Gemeinde leistet jedes Jahr fast 1 Mio€ zum Defizitausgleich. Er sprach auch über die Herausforderungen bei Personalausfällen. Hier kommt es in anderen Einrichtungen, so Herr Streu, zu Gruppenschließungen, die in Forstern bisher vermieden werden konnten. Man prüfe eine Übergabe an einen privaten Träger, er selbst frage sich aber auf Grund von aktuellen Erfahrungen aus anderen Gemeinden, ob dies eine bessere Lösung im Bezug auf eine dauerhafte Qualität & eine gesicherte Betreuung sei.

Investitionen in die Kindergärten seit 2008: 6,1 Mio€, davon alleine 4,6 Mio€ für das Kinderhaus in Karlsdorf.
(Diese Investitionen sind nicht in den obenstehenden laufenden Betriebskosten enthalten!)

Die Belegungszahlen und die Kapazitäten der einzelnen Einrichtungen wurden ebenfalls vorgestellt, ebenso die Personalzahlen dazu. Die Entwicklung der Kindergartengebühren über die vergangenen Jahre und ein Preisvergleich der Gebühren mit anderen Gemeinden wurde dargestellt.

Herr Goldammer hatte im Kindertagesstättenausschuss mit Blick auf das Konsolidierungskonzept des Haushalts eine Erhöhung von 20% empfohlen. Der Ausschuss empfiehlt eine Erhöhung zwischen 6% für die höheren Buchungskategorien und 8% für die niedrigeren Buchungskategorien. Die Beispielrechnung hierzu hatte Herr Goldammer aufbereitet.

Im nächsten Kindergartenjahr sind die Gruppen „voll“, erklärte Bürgermeister Streu. Die bisher aus anderen Gemeinden betreuten Kinder hatten  1-Jahres-Verträge, die zum nächsten Kindergartenjahr alle gekündigt werden mussten, damit die Plätze für Forsterner Kinder ausreichen.

Franz-Josef Obermaier wies darauf hin, dass das Defizit von knapp 1 Mio€ von der gesamten Gemeinde getragen werde, um eine gute Kinderbetreuung anzubieten. Einige Gemeinderäte sagten, dass natürlich für manche Eltern eine Erhöhung nicht leicht zu tragen sei. Man habe vor einiger Zeit, auch auf Vorschlag der Elternbeiräte damals, beschlossen, jährlich moderate Anpassungen vorzunehmen um nicht irgendwann dann doch große Erhöhungen vornehmen zu müssen. Unter diesem Gesichtspunkt seien die 6-8% Erhöhung ein guter Kompromiss. Erwin Nominacher wies darauf hin, dass ab 2025 ein gesetzlicher Anspruch auf Zurverfügungsstellung eines Kindergartenplatzes greife. Hier sei man in Forstern gut aufgestellt. Ob das andere Gemeinden mit jetzt schon fehlenden Betreuungsplätzen leisten können werden, sei offen.

Bürgermeister Streu griff die Formulierung von Franz-Josef Obermaier auf uns wies auf das „WIR“ hin – die gesamte Gemeinde / Gesellschaft trägt das Defizit der Kindertagesstätten.

Nach langer und intensiver Diskussion im Gemeinderat stimmte der Gemeinderat der vorgeschlagenen Erhöhung einstimmig zu.

Auszüge aus der Präsentation sollen laut Bürgermeister Streu auf der Homepage der Gemeinde veröffentlicht werden.


  • TOP4: Festsetzung der Hortgebühren für das Kindertageseinrichtungenjahr 2022/2023; Beratung und Beschlussfassung

Auch im Bereich des Horts wurde für die Beispielrechnung die gleiche Erhöhungslogik von 6-8% im Hort angewendet. Die üblicherweise gebuchten Zeiten seien so nur von der geringeren Erhöhung betroffen. Einstimmig zugestimmt.

Auch hier erfolgt der Hinweis der Verwaltung, dass laut Konsoldierungskozept eine Erhöhung von 20% notwendig wäre.


  • TOP5: Festsetzung der Gebühren für die außerschulische Mittagsbetreuung für das Kindertageseinrichtungenjahr 2022/2023; Beratung und Beschlussfassung

Auch hier arbeitet man nicht kostendeckend. Für das neue Jahr sind 56 Kinder angemeldet. die Buchungstage und -kategorien sind einzeln flexibel zu wählen. Für das nächste Jahr ergibt sich kalkulatorisch eine Kostendeckung von 65%. Hier wird laut Rechnungsprüfungsausschuss des Landratsamtes eine Kostendeckung von mindestens 72,5% empfohlen / erwartet.

Daraus ergibt sich der Vorschlag einer Erhöhung von
4,00€ auf 4,50€ für die Kurzzeitbuchung, von
6,50€ auf 7,00€ bei der Langzeitgruppe.
Einstimmig zugestimmt.


  • TOP6: Änderung der Satzung über den Betrieb und die Benutzung der Kindertageseinrichtungen der Gemeinde Forstern; Beratung und Beschlussfassung

Das Betreuungsangebot im Hort wurde für Freitage auf 16:00h angepasst, die Anschrift des Kinderhauses in Karlsdorf angepasst. Der Gemeinderat beschliesst die Änderungen einstimmig.

Bereits seit letzem Jahr wurde in der Satzung eingeführt, dass eine Bescheinigung der Betreuungsgebühren 10.-€ kostet. Bürgermeister Streu erläuterte den Aufwand hinter dieser Bescheinigung. die eben auch Kosten in der Verwaltung verursache.


  • TOP7: Änderung der Gebührensatzung für die Kindertageseinrichtungen der Gemeinde Forstern; Beratung und Beschlussfassung

Analog den zuvor diskutierten Anpassungen der Gebühren wurde die neue Gebührensatzung einstimmig beschlossen.

Geändert wurde zudem der Passus der Ferienbetreuung im Hort: hier wird pauschal ein Beitrag von 8.-€/Tag entsprechend 40.-€ pro Woche angesetzt.

(Für Kinder der Mittagsbetreuung lautet die Empfehlung, den Beitrag von 15.-€ auf 18.-€ / Tag zu erhöhen. Dies muss separat beschlossen werden.)


  • TOP8: Umbau des alten Kinderhauses „Villa Wirbelwind“ in den gemeindlichen Kinderhort: Vorstellung der aktuellen Kostenschätzung und Beratung über das weitere Vorgehen

Es sind einige Umbau- und Renovierungsmaßnahmen sowie Umgestaltungen für die Altersgruppe der Hortkinder notwendig. Anhand des Plans wurde gezeigt, dass man in der Struktur des Gebäudes kaum Eingriffe macht. Im Bereich der WCs müssen Umbauten vorgenommen werden. Im Obergeschoss sollen 2 zusätzliche Trockenbauwände eingezogen werden. Am Brandschutz ändert sich hierdurch laut Vorinformation nichts.

Kostenschätzung des Architekten in Summe: 281.400.-€; im Haushalt sind 300.000.-€ für die Maßnahme eingestellt.

 

Ein großer Posten hierbei sind die Bodenbeläge: die Empfehlung des Architekten lautet, den 14 Jahre alten Linoleum-Boden zu erneuern. Die Kostenschätzung hierfür lautet 57.500.-€. Die Reparatur der Sonnenschutzanlage ist mit 32.000.-€ angesetzt.

 

Sebastian Klinger fragte, ob es für eine solche Sanierung eine Förderung gäbe. Hier hat Herr Goldammer mehrfach Kontakt mit der Landesregierung gehabt, bisher ohne Erfolg. Das Gebäude wurde bereits 2 Mal gefördert, weshalb Bürgermeister Streu hier skeptisch ist.

 

Nicht berücksichtigt sind hier: Erneuerung der Heizungsanlage, Einbau einer Lüftungsanlage,
Umstellung der Beleuchtung, PV-Anlage.

Gerhard Eicher sprach sich dafür aus, die jetzt notwendigen Schritte zu machen und den Boden nur aufzubereiten und

die Heizungsanlage jetzt nicht anzufassen. Georg Els fragte nach den Kosten einer Bodensanierung und ob man die Heizung noch weiterbetreiben könne. Aus Sicht des Architekten kann die Heizung drinbleiben – aber vielleicht möchte man ja auf eine nachhaltige Lösung mit einer Wärmepumpe umstellen? Dann wird die Planungsleistung eines HLS-Planers notwendig.

Erwin Nominacher sprach sich gegen eine teure Sanierung aus, da dies der Haushalt nicht hergibt. Josef Obermaier wies darauf hin, dass man ja nicht wisse, wie die Nutzung des Gebäudes langfristig aussehe. Auch er sprach sich dagegen aus: mehr als die jetzt notwendigen Maßnahmen solle man – mit Blick auf die Kosten & den Zeitbedarf – nicht durchführen. Peter Feckl ergänzte, dass man das Gebäude jetzt schnell für die Nutzung des Horts zur Verfügung stellen sollte. Mit umfangreichen Planungen würde man das deutlich verzögern. Einige weiteren Gemeinderäte schlossen sich dem Ansatz an, „das notwendige zu tun“ und das Gebäude schnell für den Hort zur Verfügung zu stellen.

Der Gemeinderat votierte einstimmig für die Vorgehensweise, sich auf die notwendigen Maßnahmen zu beschränken.


  • TOP9: Anfragen – Informationen
    • In den nächsten Wochen werden auf der Staatsstraße einige Sperrungen und Umleitungen passieren, da die Kanalsanierungsarbeiten laufen.
    • Einige Stellen im Ort weisen nach wie vor Schäden nach dem Glasfaserausbau auf: z.B. vor dem Schreibwarengeschäft und im Gewerbegebiet. Die Verwaltung drängt hier auf eine schnelle Behebung, ggf. durch andere Firmen und Rechnungstellung an die Deutsche Glasfaser.
    • Simona Loupal fragte erneut nach der Anbringung der Hinweisschilder „Abstand Fahrradfahrer“. Diese sollen laut Bürgermeister Streu kurzfristig durch den Bauhof angebracht werden.

Der Beitrag Gemeinderatssitzung 10.5.2022: Gebühren der Kindertagesstätten & Umbau „Villa Wirbelwind“ erschien zuerst auf SPD & parteifreie Bürgerinnen und Bürger.

]]>
Gemeinderatssitzung 4.5.2021: Kindergartengebühren, Ortsmitte & Bauordnung https://spd-parteifreie-forstern.de/gemeinderatssitzung-4-5-2021-kindergartengebuehren-ortsmitte-bauordnung/ Tue, 04 May 2021 20:18:01 +0000 https://spd-parteifreie-forstern.de/?p=2136 TOP1: Genehmigung der Niederschrift über die öffentliche Sitzung vom 13.4.2021 Wurde einstimmig genehmigt. TOP2: Verfahren zur förmlichen Festlegung eines Sanierungsgebiets; Beratung und Beschlussfassung über die eingegangenen Stellungnahmen im Rahmen der Öffentlichkeitsbeteiligung und der Beteiligung der Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange; Beratung und Beschlussfassung Hintergrundinformation zu dem Thema gibt es hier in unserem Artikel aus […]

Der Beitrag Gemeinderatssitzung 4.5.2021: Kindergartengebühren, Ortsmitte & Bauordnung erschien zuerst auf SPD & parteifreie Bürgerinnen und Bürger.

]]>

Wurde einstimmig genehmigt.


  • TOP2: Verfahren zur förmlichen Festlegung eines Sanierungsgebiets; Beratung und Beschlussfassung über die eingegangenen Stellungnahmen im Rahmen der Öffentlichkeitsbeteiligung und der Beteiligung der Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange; Beratung und Beschlussfassung

Hintergrundinformation zu dem Thema gibt es hier in unserem Artikel aus 2019: Ortsmitte – was passiert da?

Herr Gronle vom Büro Plankreis war in der Sitzung anwesend und resümierte zu Beginn kurz zu dem Verfahren, das nun seit einigen Jahren läuft. Im Dezember 2015 wurde die Städtebauförderung angemeldet und im Jahr 2016 wurden die vorbereitenden Untersuchungen angestossen. Die Ergebnisse wurden im Dezember 2019 dem Gemeinderat vorgestellt und gebilligt. Er ging nochmals auf die Zielsetzungen und die festgestellten „Missstände“ ein. (Diese Punkte können unter dem obenstehendes Link in unserem Artikel und auch in der dort verknüpften Originalpräsentation vom Plankreis nachgelesen werden)

Als nächsten Schritt skizzierte Herr Gronle den Erlass einer Sanierungssatzung, die den Zweck hat, die weiteren Maßnahmen zu steuern und Fördermittel für die festgelegten Aktivitäten zu erhalten. Die Möglichkeiten für Festsetzungen innerhalb des Sanierungsgebietes sind weitreichend und sollen die Gemeinde in die Lage versetzen, bei allen im Sanierungsgebiet erfolgenden Schritten den Einklang mit dem Sanierungsziel abzugleichen.

Maria Feckl fragte nach, ob die Sanierungssatzung und die Sanierungsziele gegenüber dem staatlichen Bauamt hilfreich sein kann, um die Staatsstraße, die ja deutlich als Missstand aufgenommen ist, anders zu gestalten und beispielsweise Tempo 30 zu erreichen. Herr Gronle stellte klar, daß eine Staatsstraße insoweit problematisch sei, als daß die Gemeinde hier eben nicht Eigentümer sei. Erwin Nominacher sprach auch das Thema Radweg an, der aus Sicherheitsaspekten dringend notwendig sei.

Herr Bürgermeister Streu verlas die Stellungnahmen ohne Einwand vor und der Gemeinderat nahm diese einstimmig zur Kenntnis. Die Stellungnahmen mit Anmerkungen, u.a. vom Straßenbauamt, der Handwerkskammer,  der Kreisbrandinspektion, des Ordinariats München, des Landratsamtes Erding (verschiedene Sachgebiete), des Landesamts für Denkmalpflege, des Abwasserzweckverbandes, der Telekom, der Wasserversorgung ForstNord, der Regierung von Oberbayern und einigen weiteren wurden vollständig verlesen und vom Gemeinderat entsprechend zur Kenntnis genommen.


  • TOP3: Novelle der Bayerischen Bauordnung – Neues Abstandsflächenrecht; Änderung/Aufhebung Abstandsflächensatzung; Beratung und Beschlussfassung

    Zu diesem Tagesordnungspunkt war Herr Architekt Jaksch anwesend. Er hatte anhand einiger gezeigter Skizzen die Auswirkungen bzw. Abweichungen der am 1.Februar 2021 erlassenen Satzung zur „alten“ bayrischen Bauordnung und der neuen bayrischen Bauordnung dargestellt.

Legt man den Grundstücksflächenbedarf nach der alten Bauordnung zu Grunde und setzt diesen mit 100% an, so ist der Flächenbedarf bei der neuen Bauordnung nur noch 71%, auf Basis der erlassenen Satzung in Forstern aber bei 125% um die Abstandsflächen einzuhalten. Hierbei ist zu beachten, daß diese Beispielzahlen für den gezeigten Baukörper gelten und von der Ausführung der Giebel abhängig sind.

Seit dem Erlass der Satzung in Forstern gab es laut Herrn Bürgermeister Streu mehrere Anfragen zur Befreiung von dieser Satzung. Hierzu gab es Vorbesprechungen in den Fraktionen, die laut Herrn Streu eine Tendenz für eine Aufhebung der Satzung ergaben. Im LK Erding gibt es nur 2 Gemeinden, die eine entsprechende Satzung erlassen haben.

Franz-Josef Obermaier wandte ein, daß der Zweck der Satzung ja durchaus seine Berechtigung hatte, man jedoch die Auswirkung auf den Flächenbedarf nicht genau abgeschätzt hatte. Er plädierte, auch mit Blick auf die hohe Komplexität einer Prüfung von Bauanträgen und der Gefahr von Klagen gegen die Satzung für eine Aufhebung. Herrn Neglia sprach an, daß mit der aktuellen Regelung ein Ausbau eines Dachgeschosses mit einem Giebel oftmals unmöglich wird. Herr Eicher wies darauf hin, daß der Gemeinderat mit der Satzung das „alte“ Baurecht weiterführen wollte. Dies könnte man mit einer Anpassung der Höhenfaktoren erreichen, wie sie laut seiner Aussage in Hohenlinden angewandt wurden.

Eine Befreiung im Einzelfall würde letztlich dazu führen, daß sich das Risiko von Ungleichbehandlung ergibt und man die Satzung gleich aufgeben könnte.

Herr Georg Els wiederholte den im Januar verfolgten Zweck der Satzung und stellte fest, daß dieser Zweck nicht erreicht wurde und auch nicht durch Nachjustierungen vollständig erreicht werden kann. Er sieht einen hohen Mehraufwand für Verwaltung und Bauausschuss und spricht sich für eine Aufhebung der Satzung aus.

Nach weiterer umfangreicher und intensiver Diskussion wurde abgestimmt: Der Beschlussvorschlag der Verwaltung lautete, die Satzung aufzuheben. Hierzu gab es 11 Fürstimmen bei 6 Gegenstimmen.

 


  • TOP4: Straßenname für die neue Stichstraße zur Dorfstraße in Preisendorf; Beratung und Beschlussfassung

Es gab verschiedene Vorschläge. Der Gemeinderat stimmte nach kurzer Aussprache mit 12:5 Stimmen für den Vorschlag „Am Kirchenfeld“ nach dem dortigen Flurstück.

 


  • TOP5: Neubau eines Kinderhauses mit 5 Gruppen in Karlsdorf; Auftragsvergabe Gewerk Außenanlagen; Beratung und Beschlussfassung.

    Es wurden 10 Gebote abgegeben, das wirtschaftlichste Angebot einer Firma aus St. Wolfgang liegt bei 279T€ und damit 45T€ unter der Kostenschätzung. Einstimmig.


  • TOP 6: Beitragsersatz der Kinderbetreuungsgebühren für die Monate April und Mai 2021; Beratung und Beschlussfassung

    Herr Bürgermeister Streu hatte es auf der Homepage der Gemeinde schon vorab bekanntgegeben: auch für April & Mai ist eine Entlastung bei den Betreuungsgebühren möglich: Elterninfo Betreuungsgebühren April/Mai 2021

    Der Gemeinderat stimmte einstimmig zu, die Betreuungsgebühren analog der Monate zuvor bei Vorliegen der genannten Voraussetzungen zu erstatten.
    Die Erstattung soll so schnell wie möglich erfolgen.

 


  • TOP7: Neuer Name für das geplante Kinderhaus – Kindergarten „Villa Regenbogen“ und Kinderkrippe „Villa Rappelkiste“; Beratung und Beschlussfassung

Der Namensvorschlag lautet „Villa Löwenzahn“. Einstimmig beschlossen.


  • TOP8: Übergabe des Mittagessens an den Dienstleister kitafino; Zusammenarbeit mit dem Kochhaus Oskar; Beratung und Beschlussfassung

    Das Kochhaus Oskar hat mitgeteilt, daß eine Kooperation mit dem genannten Dienstleister ab dem Kindergartenjahr 2021/22 eingegangen wird. Die Bestellung & Abrechnung erfolgt dann direkt durch die Eltern über eine App.

Der Kindertagesstättenausschuss hat sich das Konzept angesehen und empfiehlt dem Gemeinderat die Zustimmung. Einstimmig.


  • TOP9: Festsetzung der Kindergartengebühren und der Krippengebühren für das Kindertageseinrichtungenjahr 2021/2022; Beratung und Beschlussfassung

In diesem Jahr werden die Kindertagesstätten ein Defizit von ca. 1 Mio€ erwirtschaften. Die Anstellungsschlüssel wurden erläutert, hier ist das Ziel, diese stetig anzupassen, indem Neueinstellungen zurückhaltend oder gar nicht erfolgen.

Eine Gegenüberstellung der Gebühren mit umliegenden Gemeinden wurde erstellt, hier liegt Forstern im oberen Preisbereich. Die Abrechnungsstruktur soll geändert werden, da diese einen immensen Aufwand in der Verwaltung erzeugen. Hier soll eine Vereinfachung durch Buchungskategorien erfolgen.

  • Im Konsolidierungskonzept zum Haushalt der Gemeinde wurde eine Erhöhung der Gebühren um 20% eingeplant. Dies ist in den Augen von Herrn Streu aktuell so nicht umsetzbar. Herr Goldammer wies darauf hin, daß die nun vorgeschlagenen Nicht-Umsetzung der Erhöhung hier problematisch sein könnte.

Auf Basis des aktuell Mittelwertes von 1,65€ je Stunde wurden Buchungskategorien vorgeschlagen. Somit gibt es keine Preiserhöhung im Stundensatz.

Der Gemeinderat beschließt die Festlegung der Gebühren gemäß des Vorschlags einstimmig.

 


  • TOP10: Festsetzung der Hortgebühren für das Kindertageseinrichtungenjahr 2021/2022; Beratung und Beschlussfassung

    Hier gab es zuletzt eine Erhöhung auf 1,90€ je Stunde. Bei einer 20%igen Erhöhung läge Forstern weit über den Preisen anderer Gemeinden. Analog zum Kindergarten lautet der Vorschlag, auch hier Buchungskategorien mit dem alten Mittelwert von 1,90€ festzusetzen.

Einstimmig.


  • TOP11: Festsetzung der Gebühren für die außerschulische Mittagsbetreuung; Beratung und Beschlussfassung

    Die ausserschulische Mittagsbetreuung ist nicht kostendeckend. Aktuell sind ca. 50 Kinder angemeldet. Die Gebühren sollen gemäß Vorschlag der Verwaltung bei 4.-€ bzw. 6,50€ je nach Buchungszeit zu belassen. Einstimmig.


  • TOP12: Schließtage der gemeindlichen Kindertagesstätten; Beratung und Beschlussfassung

    Die Schließtage wurden im letzten Jahr auf 30 Tage pro Jahr angehoben. Dies wird beibehalten. Einstimmig.


  • TOP13: Gewichtungsfaktor 2,0 für unter dreijährige Kinder in den Kindergärten „Villa Regenbogen“, „Villa Wirbelwind“ und „St. Korbinian“; Beratung und Beschlussfassung

    Die Regierung von Oberbayern hat mitgeteilt, daß hier eine Förderung mit dem Faktor 2,0 möglich ist, wenn Kinder nicht im Monat der Aufnahme in den Kindergarten bereits 3 Jahre alt sind. Laut Herrn Goldammer bedeutet dies eine 5-stellige Förderung. Beschlossen mit einer Gegenstimme.


  • TOP14: Änderung der Satzung über die Erhebung von Gebühren für die Benutzung der Kindertageseinrichtungen der Gemeinde Forstern; Beratung und Beschlussfassung

    Überarbeitet wurden unter anderem die Anmeldegebühr (jetzt 10.-€) und die Regelung zur Erhebung anderer Gebühren. Die Ferienbetreuung im Hort ist ab sofort wochenweise buchbar. Die Abrechnung der Essensgebühren (siehe TOP8) ist nur neu geregelt. Regelungen bei Überschreitung der Buchungsgebühren wurden eingefügt.

  • Der Gemeinderat beschließt den Satzungsentwurf wie vorgestellt. Einstimmig.

 


  • TOP15: Änderung der Satzung für den Betrieb und die Benutzung der Kindertageseinrichtungen der Gemeinde Forstern; Beratung und Beschlussfassung

    Herr Bürgermeister Streu wies auf die Änderungen bzw. neuen Regelungen hin. Am Freitag wird die Öffnungszeit auf Vorschlag der Einrichtungen auf 15:00h reduziert. Dies wird auch Einsparungen bei den Personalkosten bedeuten. Herr Streu stellte in Aussicht, daß man sich ja nach der Eröffnung in Karlsdorf überlegen könnte, zukünftig in einer einzigen Einrichtung eine Langzeitgruppe zu etablieren, aber nicht in allen Einrichtungen wie bisher.

Die Kernzeiten und Buchungsgruppen wurden entsprechend neu fixiert.

Der Gemeinderat stimmte dem Vorschlag einstimmig zu.

 


  • TOP16: Bauleitplanung benachbarter Gemeinden; Gemeinde Hohenlinden – 1. Änderung des Bebauungsplans Nr. 29 – Altstockach-Ost; Beteiligung gemäß § 4 Abs. 2 BauGB; Beratung und Beschlussfassung
  • Der Gemeinderat stellt fest, daß die Belange der Gemeinde Forstern nicht berührt werden, bittet jedoch um Beteiligung am weiteren Verfahren. Einstimmig.

 


  • TOP17: Anfragen / Informationen
    • Es gab eine Anfrage zur Übernahme der Kosten für eine FSJ-Stelle. Die Kosten liegen bei ca. 8-10T€/Jahr. Die Stelle wurde im Haushaltsplan nicht vorgesehen. In der Vergangenheit waren diese Stellen durchaus wertvoll für die Kindergärten, die Jugendarbeit oder den FC Forstern. Der Gemeinderat sieht dies positiv
    • In Preisendorf werden Stromleitungen im Gehweg verlegt. Hier fragten die Kraftwerke Haag, ob anschließend geteert oder gepflastert werden soll. Die Mehrkosten müsste die Gemeinde tragen. Hier tendiert man zur Teerung.

 

Weitere ggf. noch unter diesem Punkt besprochene Themen habe ich leider dann nicht mehr verfolgen können, da ich die Sitzung auf Grund der Ausgangssperre kurz vor 22:00h verlassen habe. 

Der Beitrag Gemeinderatssitzung 4.5.2021: Kindergartengebühren, Ortsmitte & Bauordnung erschien zuerst auf SPD & parteifreie Bürgerinnen und Bürger.

]]>
Gemeinderatssitzung 2.3.2021: Betreuungsgebührenerstattung, Jahresrechnung 2019, überplanmäßige Ausgaben & großzügige Spenden https://spd-parteifreie-forstern.de/gemeinderatssitzung-2-3-2021-betreuungsgebuehrenerstattung-jahresrechnung-2019-ueberplanmaessige-ausgaben-grosszuegige-spenden/ Tue, 02 Mar 2021 20:27:05 +0000 https://spd-parteifreie-forstern.de/?p=2038 TOP1: Genehmigung der Niederschrift über die öffentliche Sitzung vom 2.2.2021 Einstimmig (bei 2 abwesenden Gemeinderäten) genehmigt. TOP2: Neubau eines Kinderhauses mit 5 Gruppen in Karlsdorf; Gewerk Schlosserarbeiten; Beratung und Beschlussfassung über die Auftragsvergabe Es lagen 18 (!) Angebote vor, eine aussergewöhnlich hohe Zahl. Diese wurden von Herrn Architekt Jaksch geprüft. Das günstigste Angebot lag bei […]

Der Beitrag Gemeinderatssitzung 2.3.2021: Betreuungsgebührenerstattung, Jahresrechnung 2019, überplanmäßige Ausgaben & großzügige Spenden erschien zuerst auf SPD & parteifreie Bürgerinnen und Bürger.

]]>

Recyclinghof ab 6.3. Samstags für 3h geöffnet.

Einstimmig (bei 2 abwesenden Gemeinderäten) genehmigt.


  • TOP2: Neubau eines Kinderhauses mit 5 Gruppen in Karlsdorf; Gewerk Schlosserarbeiten; Beratung und Beschlussfassung über die Auftragsvergabe

Es lagen 18 (!) Angebote vor, eine aussergewöhnlich hohe Zahl. Diese wurden von Herrn Architekt Jaksch geprüft. Das günstigste Angebot lag bei 66T€, die Kostenschätzung lag bei 85T€. Die Referenzen zum Anbieter waren positiv.
Der Gemeinderat beschließt die Vergabe wie vorgeschlagen.


  • TOP3: Neubau eines Kinderhauses mit 5 Gruppen in Karlsdorf; weiteres Vorgehen bezüglich der Außenanlagen; Beratung und Beschlussfassung

Die Ausführung (Rasengittersteine, Pflasterung etc.) wurde in einer vorherigen Sitzung vom Gemeinderat beschlossen. Die Kostenschätzung des Planers wurde nochmals auf Kosteneinsparungsmöglichkeiten geprüft.

In der Ausschreibung werden die Ausführung des Sonnensegels verändert, ein Tor entfällt, die Rollrasenfläche verkleinert und der restliche Bereich mit normaler Rasenansaat gemacht wird. Die Ausführung des Spielhangs am Sandkasten wird etwas kleiner ausgeführt und einige Blocksteine werden weggelassen. Ein zimmerergefertiges Gartenhaus wird wie geplant umgesetzt, das zweite geplante Gartenhaus könnte eine Standardausführung werden.

Simona Loupal wies darauf hin, daß sie bei der Spielplatzumgestaltungsplanung damals einige Kieswerke in der Umgebung gehabt hätte, die dafür kostenlos Findlinge zur Verfügung gestellt und geliefert hätten. Das könnte man auch für den Kindergarten anfragen und so nochmal etwas Geld sparen.

Der Gemeinderat ermächtigt den Bürgermeister zur Ausschreibung der vorgestellten Leistungen. Einstimmig.


  • TOP4: Bauleitplanung benachbarter Gemeinden; Markt Isen – 27. Änderung des Flächennutzungsplans; Beteiligung gemäß § 4 Abs. 2 BauGB; Beratung und Beschlussfassung

Der Gemeinderat Forstern stellt fest, das gemeindliche Belange nicht berührt sind, bittet aber um Beteiligung am weiteren Verfahren.


  • TOP5: Bauleitplanung benachbarter Gemeinden; Markt Isen – Bebauungsplan Gewerbegebiet Niederbachleiten II; Beteiligung gemäß § 4 Abs. 2 BauGB; Beratung und Beschlussfassung

Der Gemeinderat Forstern stellt fest, das gemeindliche Belange nicht berührt sind, bittet aber um Beteiligung am weiteren Verfahren.


  • TOP6: Bauleitplanung benachbarter Gemeinden; Markt Isen – Bebauungsplan „Isen Nord“, 2. Änderung; Beteiligung gemäß § 4 Abs. 2 BauGB; Beratung und Beschlussfassung

Der Gemeinderat Forstern stellt fest, das gemeindliche Belange nicht berührt sind, bittet aber um Beteiligung am weiteren Verfahren.


  • TOP7: Genehmigung von vier Spenden der Kreissparkasse Erding-Dorfen in Höhe von 2.000,– €; Beratung und Beschlussfassung

Die Kreissparkasse Erding-Dorfen hat je 500.-€ für die gemeindlichen Kindergärten & Krippe gespendet. Der Gemeinderat nimmt diese einstimmig an.


  • TOP8: Beitragsersatz der Kinderbetreuungs-Gebühren für die Monate Januar und Februar 2021 Beratung und Beschlussfassung

Anmerkung: hierzu wurde auf der Homepage der Gemeinde bereits über die Vorgehensweise informiert: Elterninfo Betreuungsgebühren

Die Träger, die in den Monaten Januar, Februar, März 2021 die Beiträge erstatten, können hierfür Erstattungen bei der bayrischen Staatsregierung beantragen.

Die Erstattung beträgt pro Monat ca. 30T€ bei voll laufenden Gehältern und Kosten. Die Erstattung durch die Landesregierung dürfte sich im Bereich von 55% – 60% bewegen. Wie lange die Gemeinde Forstern das Geld zwischenfinanzieren muss, ist noch unklar. Letztes Jahr dauerte die anteilige Rückerstattung ca. 6 Monate.

Kurzarbeit wurde nicht umgesetzt, da keine planbare Auslastung vorlag. Überstunden und Resturlaub wurden in der Zeit abgebaut.

Der Gemeinderat beschließt für die Monate Januar, Februar und März eine Rückerstattung der Betreuung- und Spielgebühren für Kinder, die die Einrichtung je Monat nicht für mehr als 5 Tage besucht haben. Einstimmig.


  • TOP9: Genehmigung einer überplanmäßigen Ausgaben nach Art. 66 GO; Beratung und Beschlussfassung

Die Schulverbandsumlage stieg pro Schüler deutlich an. Dies liegt auch an den hohen Planansätzen für Digitalisierung und technische Ausstattung. Der Haushaltsansatz aus 2018 war daher nicht ausreichend. Die Gemeinde Forstern trägt 27% der Kosten im Schulverband.

Der Gemeinderat stimmt der Erhöhung auf der Haushaltsstelle zu.


  • TOP10: Feststellung der Jahresrechnung der Gemeinde Forstern für das Haushaltsjahr 2019 nach Art. 102 Abs. 3 GO; Kenntnisnahme

Bereinigtes Ergebnis der Jahresrechnung 2019: Verwaltungshaushalt: 7.451T€; Vermögenshaushalt: 5.675T€; Gesamt 13.126T€
Sollausgaben: 13.126T€; Die Mindestzuführung zum Vermögenshaushalt wurde erfüllt, da im Rathaus durch nicht besetze Stellen Personalkosten nicht anfielen und so den Verwaltungshaushalt ungewollt entlasteten.

Durch fehlende Einnahmen aus Grundstücksverkäufen ergab sich im Vermögenshaushalt ein Defizit von über 2 Mio€.

Der Gemeinderat stimmt der Feststellung der Jahresrechnung einstimmig zu.


  • TOP11: Entlastung für das Haushaltsjahr 2019 gemäß Art. 102 Abs. 3 GO

Herr Gemeinderat Georg Els jun. möchte aus persönlicher Betroffenheit nicht an der Abstimmung teilnehmen. Herr Bürgermeister Streu als Leiter der Verwaltung übergibt die Sitzungsleitung an die zweite Bürgermeisterin und nimmt ebenfalls nicht an der Abstimmung teil.

Simona Loupal bat den Vorsitzenden des Prüfungsausschusses um Vorlesen des Ergebnisses. Gerhard Eicher berichtete entsprechend, welche Unterlagen vorlagen und wie geprüft wurde.

Es lagen 2 Feststellungen bezüglich Auftragsvergaben vor. Die Gemeindekasse war längere Zeit nicht besetzt, das Mahnwesen wurde vernachlässigt. Die pro-Kopf-Verschuldung der Gemeinde wurde deutlich hervorgehoben. Eine frühzeitige Information über die finanzielle Situation der Gemeinde im Jahr 2019 ist nicht erfolgt.

Der Rechnungsprüfungsausschuss schlägt dem Gemeinderat vor, eine Entlastung vorzunehmen.

Simona Loupal verlas eine sehr ausführliche und detaillierte Stellungnahme von Herrn Altbürgermeister Georg Els, die bezugnehmend auf die Feststellungen des Rechnungsprüfungsauschusses verfasst wurde.
Herr Els ging hierbei auf die Vergabe der Leistungen an das Planungsbüro K-Plan für das Feuerwehrhaus in Verbindung mit dem Bauhof ein. Er wies darauf hin, daß in den Rechnungsprüfungen 2017 und 2018 keinerlei Anmerkungen zu den bisherigen Vergaben erfolgten. Bei der Entwässerung des Feuerwehrhauses wurde im Wege der dringenden Anordnung der Auftrag erweitert, um einen Baustopp zu vermeiden. Das Mahnwesen wurde durch den Wegfall einer Kassenkraft vernachlässigt, jedoch führte dies im Vergleich der Jahre 2017 / 2018 / 2019 zu keinen erkennbaren Ausfällen.

Maria Feckl hat als Mitglied des Rechnungsprüfungsausschusses den Bericht nicht unterschrieben. Sie trug ihre Stellungnahme dazu vor, in der sie anmerkte, daß für die Vergabe von Leistungen in 2 Fällen keine Gemeinderatsbeschlüsse vorlagen und sie daher der Ansicht ist, daß Herr Altbürgermeister Els seine Kompetenzen weit überschritten habe. Sie kann einer Entlastung nicht zustimmen und empfiehlt auch dem Gemeinderat, dies nicht zu tun. Die Stellungnahme wird dem Protokoll der Sitzung beigefügt.

Die Entlastung wurde mit 2 Gegenstimmen beschlossen.


  • TOP12: Genehmigung einer Spende von der Physiopraxis Lausch für die Villa Wirbelwind in Höhe von 200.-€

Der Gemeinderat nimmt die Spende einstimmig an.


  • TOP13: Anfragen – Informationen
    • Öffnungszeiten Recyclinghof: es herrscht großer Andrang und auch auf dem Recyclinghof muss Abstand gehalten werden. Daher öffnet dieser ab 6.3. Samstags für 3h. Die Bürger werden gebeten, möglichst verteilt über die Öffnungszeiten zu kommen.
    • Der Wasserverband Forst Nord teilt mit, daß die Baumaßnahme vom Brunnen Forstern bis zum Forstinninger Brunnen im März beginnt und bis voraussichtlich Oktober dauern wird.
    • Franz-Josef Obermaier fragte nach, wie weit die Verwaltung mit der Aufstellung der Daten für die Kindergartengebühren sind, da hier eine neue Satzung zu beschließen ist. Dies ist derzeit in Vorbereitung.
    • Torsten Scharmatinat fragte nach der gemeindlichen IT-Struktur. Die Rechner sind im Rathaus untergebracht und nicht extern gehostet. Die IT-Mitarbeiter haben sich positiv über den Stand der Technik geäußert. Eine Auslagerung ist derzeit nicht geplant.
    • Anton Oskar erinnerte, daß es den Antrag gab, eine Aufstellung aller Baukosten inkl. der Planungskosten zu erhalten.
    • Die Entscheidung zum Beitritt zum Erholungsflächenverein steht noch aus, erklärte Bürgermeister Streu auf Nachfrage von Maria Feckl, da man gemeinsam mit der Gemeinde Pastetten hier eine Vorstellung des Vereins durchführen wollte. Herr Streu spricht Herrn Deischl an, ob die Vorstellung vielleicht auch digital erfolgen kann und wie ein gemeinsames Vorgehen in der aktuellen Phase weiter verfolgt werden kann.
    • Auf der gemeindlichen Homepage scheinen laut Herrn Eicher die Bankdaten nicht korrekt hinterlegt zu sein. Dies wird geprüft.
    • Maria Feckl fragte nach dem Punkt aus der letzten Sitzung bezüglich der Sichteinschränkungen durch die Baustelle an der Hauptstraße. Hier waren schon Plakate entfernt worden, jetzt sind wieder neue dran.
    • Die Verkehrsschau ist nach wie vor ausstehend.

 


 

Der Beitrag Gemeinderatssitzung 2.3.2021: Betreuungsgebührenerstattung, Jahresrechnung 2019, überplanmäßige Ausgaben & großzügige Spenden erschien zuerst auf SPD & parteifreie Bürgerinnen und Bürger.

]]>
Gemeinderatssitzung 28.7.2020: EDEKA, PV, Kinderbetreuungsgebühren und vieles mehr https://spd-parteifreie-forstern.de/gemeinderatssitzung-28-7-2020-edeka-pv-kinderbetreuung-und-vieles-mehr/ Tue, 28 Jul 2020 16:50:56 +0000 https://spd-parteifreie-forstern.de/?p=1747 Der Beitrag Gemeinderatssitzung 28.7.2020: EDEKA, PV, Kinderbetreuungsgebühren und vieles mehr erschien zuerst auf SPD & parteifreie Bürgerinnen und Bürger.

]]>

EDEKA, Photovoltaik auf dem Kindergarten, Betreuungsgebühren während Corona und noch mehr Spannendes….

Wurde einstimmig genehmigt.

  • TOP2: Beschaffung von Atemschutzgeräten für die Feuerwehr; Beratung und Beschlussfassung über die Auftragsvergabe

Es geht um 8 Stück Atemschutzgeräte plus Zubehör / erweitertes Equipment zum günstigsten Angebotspreis von 26.818.-€ .
Die aktuellen Geräte sind seit 18 Jahren im Einsatz und müssten nun eine große 6-Jahresprüfung für 1500.-€ pro Gerät durchlaufen. Die Ersatzteilversorgung der alten Geräte sei auch zukünftig fraglich. Die Anzahl von 8 Geräten ergibt sich aus der Anzahl der Fahrzeuge, pro Fahrzeug müssen 4 Geräte vorgehalten werden.

Einstimmig genehmigt

  • TOP3: Umsiedlung des EDEKA-Marktes; Beratung und Beschlussfassung zum weiteren Vorgehen

Laut Herrn Bürgermeister Streu wurde zum ersten Mal im Jahr 2016 ein Beschluss gefasst, das Grundstück der Firma EDEKA anzubieten. In einigen weiteren Diskussionen ergaben sich Punkte wie Zweigeschossigkeit oder Tiefgarage.

In der Sitzung stellten zunächst der Investor, Herr Singer, sowohl der Planer das angedachte Projekt vor. Die Tiefgarage sei für EDEKA nicht praktikabel. Mit möglichen Nutzern des Obergeschosses, wie z.B. Ärzten, wurde unverbindlich gesprochen.

Der Bebauungsplan wurde gezeigt, aus dem die Lage und Zufahrt, welche mit einer neuen Abbiegespur gestaltet wird, sichtbar wird. Der Baukörper ist 2500m2 groß (ergibt ca. 2400m2 Nettofläche, 1200m2 Lebensmittel, 600m2 Getränkemarkt plus Lager, etc.) und wurde in den gezeigten Visualisierungen in weiß dargestellt, auf Grund der Größe des Gebäudes und dem schwarzen Feuerwehrhaus aus Sicht des Planers gut passend. Die Gebäudehöhe würde ca. dem Feuerwehrhaus entsprechen. Würde man den Kopfbau zweigeschossig ausführen, würde dieser Block deutlich höher als das Feuerwehrhaus und optisch auch wuchtiger wirken. Es sind derzeit 120 Stellplätze geplant. Das Gebäude soll über eine Betonkernaktivierung aus Abwärme geheizt werden. Eine Tiefgarage und deren Erschliessung würde eine denkbare Erweiterung des Gebäudes in der Zukunft nach vorne unmöglich machen.

Der Gebäudekörper könnte um 150m2 verringert werden, indem Sozialräume und Technikräume in ein mögliches OG verlegt werden.

Erwin Nominacher merkte an, daß die heutige Präsentation leider keine Visualisierung der zweigeschossigen Variante beinhaltet.

Das zweite Geschoss würde der Investor ausführen, wenn entsprechende Mietinteressenten gefunden sind. Herr Singer machte deutlich, daß er, bevor er in weitere Vorleistungen geht, einen Vertragsabschluss mit der Gemeinde benötigt, um Sicherheit für das Projekt zu haben.

Frau Schmidmüller führte aus, daß die aktuelle Ladengröße bereits zu klein ist. An Getränken kann bei weitem nicht das angeboten werden, was ein REWE in Hohenlinden z.B. führt. Sie erklärte, daß eine Tiefgarage ca. 1,8 Mio€ kostet, die auf die Miete umgelegt wird und für sie dann eine Mehrbelastung von 10.000.-€/Monat darstellen würde.

Maria Feckl stellte die Frage, ob angesichts knapper Flächen nicht doch erneut darüber nachgedacht werden sollte, ob der bestehende Markt durch kleinere Erweiterungen noch zukunftsfähig gemacht werden könnte, ohne jede Menge neue Fläche zu verbrauchen.
Hierzu führte der EDEKA Regionalleiter aus, daß man diese Erweiterungen bereits vor Jahren als notwendig erkannt hatte, diese aber am bestehenden Standort nicht möglich ist.

Franz-Josef Obermaier erklärte, daß er in der Vergangenheit immer für die Variante mit Tiefgarage und zweitem Geschoss eingetreten ist, diese Sichtweise aber nach der heutigen Präsentation relativiert, da ein 11-12m hoher „Block“ am Ortseingang aus seiner Sicht nicht tragbar wäre.
Die Notwendigkeit eines Vollsortimenter unterstrich Obermaier deutlich, wie auch andere Gemeinderäte. Erwin Nominacher ergänzte, daß dies aber nie Gegenstand der Diskussion war.

Der Gemeinderat hat mit 3 Gegenstimmen beschlossen, den Städtebaulichen Vertrag mit dem Investor weiter voranzutreiben.

  • TOP4: Photovoltaikanlage auf dem neuen Kinderhaus in Karlsdorf; Vorstellung verschiedener Umsetzungsvarianten; Beratung und Beschlussfassung
    • Herr Dathe von der BENG (BürgerEnergieGenossenschaft) stellte die Genossenschaft sowie die mögliche Umsetzung in Karlsdorf vor.

Auf dem Dach des Kindergartens könnten in Südausrichtugn 40kWp errichtet werden. Ein 9,6 kWh Speicher wurde in die Planung integriert. Die Gesamtkosten lägen laut der Dathe bei 57.000.-€. Die Dachfläche müsste mietfrei durch die Gemeinde zur Verfügung gestellt werden. Der Strompreis für die Gemeinde läge dann bei 19,5 Cent/kWh auf 25 Jahre fix. Die Forsterner Bürger könnten sich im Genossenschaftsmodell an der Anlage beteiligen.

    • Anschließend stellte Herr Steininger von power2nature ein weiteres Konzept vor. Hier wurden die Module in Ost-West-Ausrichtung ausgerichtet, um die Ertragsdauer pro Tag zu maximieren. Hier sind 71,4 kWp Gesamtleistung geplant, mit einem 15kWh-Speicher. Ohne Speicher kostet die Anlage 67.000.-€, mit Speicher ca. 80.000.-€.
  • TOP5: Gesundheitsregionplus Landkreis Erding – Pflegekrisendienst; Beratung und Beschlussfassung

Dies wäre eine zusätzliche freiwillige Leistung, die 1.-€ pro Bürger kosten würde. Der Dienst soll in Fällen, wo beispielsweise Personen aus dem Krankenhaus entlassen werden, ein Pflegedienst aber nicht kurzfristig (am Wochenende) verfügbar ist, helfen. Geplant ist hier zunächst eine Ausschreibung der Landratsamtes.
Maria Feckl kritisierte, daß hierdurch auf Kosten der Gemeinde Lücken geschlossen werden, die durch das Entlassmanagement und letztlich die Fallpauschalen im Gesundheitswesen entstehen.

Der Gemeinderat beschliesst, sich maximal auf 1 Jahr zu beteiligen, zum Preis von 1.-€ pro Bürger. Zusätzlich soll der Hinweis an die Haushaltsprüfung des Landratsamtes erfolgen, daß diese freiwillige Leistungen nicht negativ für die Gemeinde Forstern betrachtet werden sollte.

Beschluss mit 1 Gegenstimme angenommen.

  • TOP6:Zweckvereinbarung für die Übertragung von Geschäftsführung und Kassengeschäfte zwischen der Gemeinde Forstern und dem Schulverband Mittelschule Forstern; Beratung und Beschlussfassung

Der Gemeinderat beschliesst einstimmig den vorgelegten Vorschlag, der zuvor noch kurz von Herrn Donig erläutert wurde.

  • TOP7: Schulbezogene Kinder- und Jugendarbeit an der Grundschule Forstern; Antrag auf Stundenerhöhung von 14 auf 20 Wochenstunden; Beratung und Beschlussfassung

In der Gemeinderatssitzung vom 9.7. hatte Frau Dr. Taubert das Thema bereits vorgestellt. Auch der Merkur hatte dazu berichtet:STELLE IN FORSTERN DERZEIT UNBESETZT Sozialpädagoge für die Grundschule gesucht

Der Gemeinderat beschliesst bei 1 Gegenstimme die Erhöhung der Wochenstunden von 14 auf 20 Stunden.

  • TOP8: IT-Systembetreuung; Zweckvereinbarung zwischen dem Markt Isen, der Gemeinde Sankt Wolfgang und der Gemeinde Forstern; Beratung und Beschlussfassung

Die Gemeinde Forstern hat eine Stelle für einen IT-Systembetreuer gemeinsam mit den beiden Gemeinden ausgeschrieben. Beide anderen Gemeinden stellen jeweils 1 Vollzeitstelle ein, die Mitarbeiter würden dann jeweils für 2 Tage pro Woche nach Forstern kommen. Je Gemeinde müsste Forstern 1000.-€ als Beteiligung bezahlen, bei Notfalleinsätzen würden zusätzlich Fahrtkosten entstehen.

Die Verwaltung empfiehlt, diese Vereinbarung jetzt sofort einzugehen, jedoch möglichst eine eigene Kraft einzustellen, die dann innerhalb des Dreierpools eine gegenseitige Vertretung sicherstellen könnte.

Der Zweckvereinbarung sowie der Ausschreibung der Stelle wurde einstimmig zugestimmt.

  • TOP9: Erhebung und Rückzahlung von Betreuungsgebühren ab April 2020 (Coronazeit); Beratung und Beschlussfassung

Im April hatte der Gemeinderat beschlossen, für den April keine Gebühren zu erheben. Für die Folgezeit wurde beschlossen, sich an den Empfehlungen der Landesregierung zu orientieren.

Herr Bürgermeister Streu stellte vor, wie viele Plätze in der Notbetreuung in den Monaten April, Mai und Juni in Anspruch genommen wurde. Der Vorschlag, den auch der katholische Kindergarten so beschlossen hat, lautet, bei den Kindern, die die Notbetreuung in Anspruch genommen haben, die monatlichen Gebühren abzurechnen. Eine stundenweise /tageweise Abrechnung sei verwaltungstechnisch nicht möglich. Von der Staatsregierung wird nur dann ein Zuschuss von 50.-€ gezahlt, wenn der Betreuungsplatz gar nicht in Anspruch genommen wurde.

Bei der Mittagsbetreuung wird tageweise abgerechnet, so daß hier eben dies nutzungsabhängig erfolgen kann.

Der Gemeinderat beschließt, für April keine Betreuungsgebühren abzubuchen, für Mai & Juni nur für die Kinder, die die Notbetreuung in Anspruch genommen haben. Mit 1 Gegenstimme angenommen.

  • TOP10: Neue Entwässerungsgebietsgrenzen; Schreiben des AZV vom 15.07.2020 Beratung und Beschlussfassung

Die Fragestellung des Abwasserzweckverbandes war, ob zusätzliche Gebiete aufgenommen werden sollen. Hier wurden die aktuellen Bebauungspläne geprüft und die nicht erfassten Bereiche aufgenommen.

  • TOP11: Bauleitplanung; 7. Änderung des Bebauungsplanes Karlsdorf Mitte; Aufstellungsbeschluss und Beschlüsse zum weiteren Verfahren; Beratung und Beschlussfassung

Punkt wurde vertagt.

  • TOP12: Anfragen – Informationen
  • Franz-Josef Obermaier regte an, beim Radweg an der Abzweigung nach Preisendorf zu prüfen, wie hier die Radfahrer an der unübersichtlichen Stelle geschützt werden können. Dies wird für die Verkehrsschau mit aufgenommen.

Der Beitrag Gemeinderatssitzung 28.7.2020: EDEKA, PV, Kinderbetreuungsgebühren und vieles mehr erschien zuerst auf SPD & parteifreie Bürgerinnen und Bürger.

]]>
Gemeinderatssitzung 26.5.2020: Familienstützpunkt & erneut die Kindergartengebühren https://spd-parteifreie-forstern.de/gemeinderatssitzung-26-5-2020-familienstuetzpunkt-erneut-die-kindergartengebuehren/ Wed, 27 May 2020 11:37:31 +0000 https://spd-parteifreie-forstern.de/?p=1652 TOP1: Vorstellung Familienstützpunkt Forstern Christina Schultes vom Familienstützpunkt Forstern stellte sich und ihre Tätigkeit in Forstern vor. Sie war früher in der Villa Rappelkiste tätig. Der Familienstützpunkt konnte leider noch keine Einweihungsfeier veranstalten, da aktuell noch keine Räumlichkeiten, z.B. für das Elterncafé, gefunden wurden. Beratungen / Gespräche fanden seit dem Start Mitte Dezember im Sitzungssaal […]

Der Beitrag Gemeinderatssitzung 26.5.2020: Familienstützpunkt & erneut die Kindergartengebühren erschien zuerst auf SPD & parteifreie Bürgerinnen und Bürger.

]]>

Familienstützpunkt stellt sich vor / Kindergartengebührenerhöhung verabschiedet / Fa. Larcher soll Unterstützung erhalten

  • TOP1: Vorstellung Familienstützpunkt Forstern

Christina Schultes vom Familienstützpunkt Forstern stellte sich und ihre Tätigkeit in Forstern vor. Sie war früher in der Villa Rappelkiste tätig. Der Familienstützpunkt konnte leider noch keine Einweihungsfeier veranstalten, da aktuell noch keine Räumlichkeiten, z.B. für das Elterncafé, gefunden wurden. Beratungen / Gespräche fanden seit dem Start Mitte Dezember im Sitzungssaal im Rathaus und aktuell vorwiegend per Telefon statt. Es sind zukünftig auch Elternbildungsangebote und Vorträge zu verschiedenen Themen geplant.
Die Einrichtung des Familienstützpunkts ist derzeit befristet auf 3 Jahre angelegt. Frau Schultes ist 10h/Woche tätig. Der Bereich, für den der Stützpunkt tätig ist, umfasst neben Forstern auch Isen, Pastetten & Buch am Buchrain. Sämtliche Beratungen sind für die nutzenden Eltern kostenlos.
Die offenen Beratungsstunden sind jeweils Donnerstags von 9.30 – 11.00 Uhr und 16.30 – 18.00 Uhr, Frau Schultes ist zudem per Mail und Mobiltelefon erreichbar – siehe Link und Bild oben.

Bürgermeister Streu erläuterte, daß bezüglich der Räumlichkeiten die Überlegung besteht, Räume vom Volksbildungswerk oder dem Jugendtreff mitzunutzen.

Einstimmig genehmigt

  • TOP3: Festlegung der Gebühren für die Kindertagestätteneinrichtungen der Gemeinde Forstern; Beratung und Beschlussfassung

In der gestrigen Sitzung des Kindertagesstättenauschusses wurde nach ausführlicher Diskussion ein Vorschlag für Gemeinderat abgestimmt:

Der Ausschuss schlägt dem Gemeinderat vor, eine Erhöhung im Kindergarten auf 1,65€/h und in der Krippe auf 2,50€/h zu beschließen.

  • Bürgermeister Streu führte kurz durch die bereits am Tag zuvor präsentierten Zahlen, die im Bericht der Sitzung zu finden sind: Sitzung Kindertagesstättenausschuss 25.5.2020
    Er führte die gestern diskutierten Einsparmöglichkeiten zusammengefasst auf:

    • Ankauf der Hortcontainer
    • Musikalische Früherziehung
    • Umstellung (& Vereinfachung) des Buchungssystems

Die Mehreinnahmen, die sich auf Grund der vorgeschlagenen Erhöhungen ergeben würden, wurden pro Einrichtung kalkuliert und vorgestellt. Auch die Auswirkung der Erhöhung im Vergleich zu umliegenden Kindertageseinrichtungen wurde dargestellt.

 

Beim Hort wurde eine Erhöhung auf 1,90€ (Beschlussvorschlag) und 2,00€ (gestrige Diskussion im Vergleich zu den Gebühren der Mittagsbetreuung) kalkuliert.

Franz-Josef Obermaier (AWG) fragte nach, was sich seit dem letzten Beschluss zur Erhöhung aus Sicht der Verwaltung geändert hat, daß man nun die geringeren Erhöhung für möglich hält. Bürgermeister Streu erklärte, daß die Belegung der Einrichtungen im kommenden Jahr höher sein wird, gab aber auch zu, daß nach wie vor ein Defizit bestehen wird.
Die Mehreinnahmen der vorherigen Erhöhungen hätten sich auf ca. 170T€ belaufen, mit dem vorliegenden Beschlussvorschlag würden die Mehreinnahmen bei 62T€ liegen, somit gute 100T€ niedriger.

Herr Streu führte aus, daß in Forstern seines Wissens noch nie ein Kind auf einer Warteliste für einen Betreuungsplatz gestanden hat. Etwas, das in anderen Gemeinden durchaus häufig vorkommt. Er gab auch den Vorschlag der Rechtsaufsicht wieder, sich zu überlegen, die Trägerschaft an externe Anbieter zu geben. Dies war auch der Einwand von Franz-Josef Obermaier, der deutlich klar machte, daß aus seiner Sicht der Beschluss von 1996, die Einrichtung in gemeindlicher Hand zu haben, nun geprüft werden muss.

Erwin Nominacher wandte ein, daß der Nachtragshaushalt verabschiedet werden muß und stellte die Frage, ob die Rechtsaufsicht diesem unter den Vorzeichen zustimmen würde. So könne es nicht weitergehen, meinte er.

Maria Feckl sprach den Punkt einer effizienteren Verwaltung aller Einrichtungen durch eine gemeinsame Stelle an.

Rainer Streu betonte erneut, daß das Vorhalten von Personal beim eigenen Betrieb der Einrichtungen Geld kostet. Die Synergieeffekte, die andere Träger durch Springer über mehrere Einrichtungen erzielen können, sind laut Streu für die gemeindlichen Einrichtung wohl nicht erreichbar. Der Begriff „Verlust“ mit Bezug auf dieses Defizit bezeichnet er als betriebswirtschaftlich korrekt, sieht hier aber auch eine Gemeindeaufgabe, für die die Gemeinde Verantwortung trägt.

Georg Els plädierte wie auch Peter Feckl dafür, nun den Erhöhungsvorschlag anzunehmen, im nächsten Jahr aber alle Optionen für eine Kostenreduktion zu prüfen.

Die Gebührenerhöhung vom 14.4. wurde einstimmig aufgehoben und die Erhöhung wie vorgeschlagen (1,65€ / 2,50€ / 1,90€) einstimmig beschlossen. Es ergeht ebenfalls einstimmig der Auftrag an die Verwaltung, die Optionen für einen Übertrag an einen anderen Träger, deren Auswirkung auf die Kosten sowie weitere Einsparungsmöglichkeiten zu prüfen. 

  • TOP4: Erlass einer Satzung über die Erhebung von Gebühren für die Benutzung der  Kindertageseinrichtungen der Gemeinde Forstern; Beratung und Beschlussfassung

Herr Doning verlas und erläuterte die neue Satzung. Er wies darauf hin, daß die Struktur der Abrechnung – wie schon erläutert – extrem kompliziert ist und zu hohem Aufwand in der Verwaltung führt.
Der neuen Satzung wurde einstimmig zugestimmt. 

  • TOP5: Schülerbeförderung Grundschule; hier: Antrag der Firma Larcher Touristik GmbH; Beratung und Beschlussfassung

Wir erinnern uns zurück an die Schulverbandssitzung vom 23.4.2020. Auch hier lag ein Antrag der Firma Larcher vor (damals TOP9). Das Ergebnis damals war, daß 40% des Betrages erstattet werden.

Herr Larcher hat in einem Brief an die Gemeinde erläutert, daß durch die Corona-Thematik weiterhin 85% der Kosten im Betrieb anfallen und stellt den Antrag, daß die Gemeinde ab 16.3 bis zur Wiederaufnahme des Schulbusbetriebs diese 85% übernimmt. In einem zweiten Schreiben hat er auf Grund reduzierter Belastungen den Antrag auf 77% reduziert.

Die umliegenden Gemeinden lehnen sich laut Herrn Streu an dem 40%-Beschluss des Schulverbands an, Stadt und Landkreis Erding gleichen die 85% aus, wieder andere liegen zwischen 50% und 70%.

Die 40% würden einer Belastung von 1000.-€ für die Gemeinde Forstern bei der Grundschulbeförderung bedeuten. Es ist zu erwarten, daß es hierzu auch eine Unterstützung seitens des Freistaats für die Gemeinden geben wird.

Der Beschluss, 40% der regulären Leistungen zu vergüten, wurde mit 3 Gegenstimmen angenommen. 

  • TOP6: Containeranlage für den Kinderhort; Beratung und Beschlussfassung über die weitere Anmietung oder den Kauf der Containeranlage.

Hierzu konnte man in der gestrigen Sitzung des Kindertagesstättenauschusses erfahren, daß die neueren Container (4 Module) nunmehr aus dem Mietmodell herausgekauft werden können. Laut Herrn Bürgermeister Streu ist dies günstiger, da sich der Kaufpreis innerhalb 16 Monaten armotisiert. Die Fertigstellung des Kinderhauses in Karlsdorf wird sich voraussichtlich bis Ende 2021 verzögern und zudem ist eine Weiternutzung der Container möglich.

Sebastian Klinger fragte nach, wie lange das Gelände, auf dem die Container stehen, das der Kirche gehört, noch genutzt werden kann. Hier kündigte Bürgermeister Streu an, daß hierzu in voraussichtlich 4 Wochen eine Information seitens der Kirche erfolgen soll.

Der Gemeinderat beschließt den Kauf der Container zum 1.7. 2020 für einen Maximalpreis von 36T€. Der Bürgermeister wird beauftragt, den Kaufpreis nochmals nachzuverhandeln. Einstimmig beschlossen. 

  • TOP 7: 15. Änderung des Flächennutzungsplanes – Karlsdorf Mitte – Wiederholung der öffentlichen Auslegung nach § 3 Abs. 2 BauGB; Beratung und Beschlussfassung über die eingegangenen Stellungnahmen

Durch Auslegungsfehler konnte die Änderung nicht korrekt Bekanntgemacht werden. Der Gemeinderat hat einstimmig bestätigt, daß keine Einwände gegen die Änderung eingegangen sind.

  • TOP 8: 15. Änderung des Flächennutzungsplanes – Karlsdorf Mitte-; Feststellungsbeschluss

Der neue Feststellungsbeschluss wurde einstimmig verabschiedet.

  • TOP 9: Genehmigung einer Spende

Der Frauenbund hat der Gemeinde Forstern eine Spende in Höhe von 600.-€ zukommen lassen. Die Einnahmen stammen aus dem Nähen von Coronamasken und sollen für bedürftige Forsterner Familien verwendet werden.
Der Gemeinderat nimmt die Spende gerne einstimmig an und bedankt sich.

  • TOP 10: Anträge, Wünsche und Bekanntgaben
    • Herr Jaksch teilt mit, daß am Donnerstag, 28.5.20 ab 8:00h eine 1. Sichtabnahme stattfindet. Wer seitens des Gemeinderats teilnehmen möchte, kann dies tun.
    • Seitens des Ministeriums wurde mitgeteilt, daß bei der Schülerbeförderung, wenn Masken getragen werden, von den Abstandsregeln abgesehen werden kann – analog des ÖPNV. Ob das Tragen eines MNS kontrolliert wird, ist nicht bekannt.

Der Beitrag Gemeinderatssitzung 26.5.2020: Familienstützpunkt & erneut die Kindergartengebühren erschien zuerst auf SPD & parteifreie Bürgerinnen und Bürger.

]]>
Sitzung Kindertagesstättenausschuss 25.5.2020 https://spd-parteifreie-forstern.de/sitzung-kindertagesstaettenausschuss-25-5-2020/ Mon, 25 May 2020 19:20:10 +0000 https://spd-parteifreie-forstern.de/?p=1624 In der Gemeinderatssitzung vom 14.4.2020 wurde eine Erhöhung der Kindergartengebühren verabschiedet, die der Kindertagesstättenausschuss in seiner Sitzung vom 31.3.2020 einstimmig empfohlen hatte. Die deutliche Erhöhung führte zu vielen Diskussionen und Protesten seitens betroffener Eltern, der Gemeinderat hat daher den Beschluss in der Sitzung vom 28.4.2020 ausgesetzt. Nun ging es heute darum, anhand vorliegender Zahlen die Defizitsituation und […]

Der Beitrag Sitzung Kindertagesstättenausschuss 25.5.2020 erschien zuerst auf SPD & parteifreie Bürgerinnen und Bürger.

]]>

Ein schwieriger Spagat zwischen Defizit & Betreuungsqualität

In der Gemeinderatssitzung vom 14.4.2020 wurde eine Erhöhung der Kindergartengebühren verabschiedet, die der Kindertagesstättenausschuss in seiner Sitzung vom 31.3.2020 einstimmig empfohlen hatte. Die deutliche Erhöhung führte zu vielen Diskussionen und Protesten seitens betroffener Eltern, der Gemeinderat hat daher den Beschluss in der Sitzung vom 28.4.2020 ausgesetzt.
Nun ging es heute darum, anhand vorliegender Zahlen die Defizitsituation und die Handlungsmöglichkeiten zu bewerten und eine neue Empfehlung an den Gemeinderat abzustimmen.

  • TOP1: Genehmigung des Protokolls der Sitzung vom 31.3.2020

Das Protokoll wurde durch die damaligen Mitglieder des Ausschusses mit einer formalen Änderung genehmigt.

  • TOP2: Erneute Beratung über die Festsetzung der Kindergartengebühren und Krippengebühren für das Kindertageseinrichtungsjahr 2020/2021

Herr Bürgermeister Streu resümierte, wie die Versammlung am 31.3. Corona-bedingt ohne Beteiligung der Elternbeiräte und Kindergartenleitungen abgehalten wurde und welche Beschlüsse damals gefällt wurden. Er hob hervor, wie wichtig der Gemeinde Forstern immer die Zurverfügungstellung von ausreichend Betreuungsplätzen war und daß daher auch auf Bedarf immer schnell und spontan reagiert wurde.

Die Zahlen des vergangenen Haushaltsjahres für die Kindertagesstätten wurden  wie folgt vorgestellt:

Direkte Personalkosten: 1,8 Mio€ / Sachkosten 244T€ / Personalkosten Rathaus 177T€ = Gesamtkosten 2.221T€
Einnahmen (inkl. Elternbeiträge): 1.258T€
-> somit entsteht ein Verlust von 962T€

Hierin nicht enthalten sind die Kosten für die außerschulische Mittagsbetreuung, OGTS, Jugendarbeit, Familienstützpunkt etc.

Investitionskosten der letzten Jahre, die nicht in den Betriebskosten oben enthalten sind:


Zusammen mit den laufenden Verlusten investiert die Gemeinde Forstern damit ca. 1.350T€ in die Kinderbetreuung pro Jahr, die nicht durch Elternbeiträge gedeckt sind.


Jährliche Betriebskosten aufgeschlüsselt auf die verschiedenen Einrichtungen hochgerechnet für das Jahr
Villa Regenbogen:

Auslastung: 49 von 52 Plätzen; Anstellungsschlüssel 10,3
Personalkosten 338T€ / Sachkosten 73T€ / Einnahmen 276T€ -> Verlust 135T€ , Kostendeckung 67%

Villa Wirbelwind:

Auslastung 42 von 52 und 11 von 13 Plätzen; Anstellungsschlüssel 9,0
Personalkosten 556T€ / Sachkosten 82T€ / Einnahmen 394T€ -> Verlust 244T€, Kostendeckung 61,8%

Villa Rappelkiste

Auslastung 23 von 26 Plätzen; Anstellungsschlüssel 7,5
Personalkosten 420T€ / Sachkosten 27T€ / Einnahmen 255T€ -> Verlust 192T€, Kostendeckung 57%

Villa Kunterbunt

Auslastung 39 von 50 Plätzen, Anstellungsschlüssel 12,0
Personalkosten 345T€ / Sachkosten 82T€ / Einnahmen 224T€ -> Verlust 202T€, Kostendeckung 36,2%

(Ab Juni 2020 wird eine 25h-Kraft in den Hort wechseln, damit verändert sich der Anstellungsschlüssel auf 10,0 in der Villa Kunterbunt und auf 8,5 in der Villa Rappelkiste)


Keine Kindergartenleitung in Forstern ist freigestellt, diese arbeiten mit.

Die Gebührenentwicklung der letzten Jahre stellt sich wie folgt dar:

Auch ein Vergleich mit anderen Gemeinden wurde angestellt. Die Krippengebühren liegen auf ähnlichem Niveau, die Kindergartengebühren sind teilweise bei hohen Betreuungsstunden deutlich darüber.
 

Die Kalkulationen, die Herr Goldammer auf Grund der am 31.3. beschlossenen Erhöhungen errechnet hat, wurden ebenso vorgestellt.

Maßnahmen, die die Verwaltung vorschlägt:

    • Durch den Kauf der Hortcontainer, die bisher gemietet wurden, verringern sich dort die Kosten. Das Überlassungsmodell dieser Container sieht vor, daß man diese einige Zeit mieten muß und dann erwerben kann.
    • Die Gebührenberechnung in Forstern ist durch die Multiplikation der Stunden mit den Kosten resultiert in einem direkten Bezug zu den Betreuungskosten. Andere Gemeinden haben hier Stufenmodelle, die einfacher gestaltet sind. Bei den Sachkosten beispielsweise gibt es keinen direkten Bezug zu den Buchungszeiten.
    • Eine Entlastung für die Kindergartenleitung könnte angedacht werden, um an einer zentralen Stelle Aufgaben zu bündeln und damit Synergieeffekte zu schaffen.
    • Bisher ist die Gemeinde selbst Träger. Es könnte ein externer Träger gesucht werden. Die Gemeindeanteile würden weiterhin anfallen und eine Defizitabdeckung muß in der Regel garantiert werden. Beim Personaleinsatz tut sich ein anderer Träger aber leichter, da er mit Springern über mehrere Einrichtungen arbeiten kann.

Gerhard Eicher merkte an, daß das Defizit in den letzten Jahren immer bewusst war und man sich auch bewusst für die moderaten Erhöhungen entschieden hat, um die Eltern zu entlasten.

Von Seiten der Kindergartenleitungen wurde angemerkt, daß in Forstern stets ein guter Anstellungsschlüssel herrschte, immer viel ausgebildet wurde und viele Kräfte auch langjährig dort arbeiten. Auch die Praktikantenausbildung führt dazu, daß Nachwuchskräfte bereits hier gewonnen werden können.Die Qualität der Kinderbetreuung konnte durch die Kontinuität im Personal immer hochgehalten werden.

Dem entgegen steht die Ansicht der Rechtsaufsicht des Landratsamtes, die ein so hohes Defizit mit Blick auf den angespannten Gesamthaushalt der Gemeinde Forstern sehr kritisch sieht. Eine Kostendeckung von 70% ist hier gefordert.

Sina Kiel fragte nach, ob man den Aufwand seitens der Gemeinde reduzieren kann, also beim Posten der 177T€ Einsparungsmöglichkeiten bestehen. Simona Loupal meinte, daß das Staffelmodell zu einer deutlichen Vereinfachung bei der Abrechnung in der Gemeinde führen würde. Frau Pirkel bestätigte, daß das aktuell Preismodell sowohl in den Kitas als auch in der Verwaltung zu hohem Aufwand führt.

Michaela Schmid-Wilms fragte, wie der Anstellungsschlüssel im Vergleich zu anderen Gemeinden / Trägern aussieht. Hier kommt laut Herrn Bürgermeister Streu bei großen Trägern die bereits oben genannte Flexibilität zum tragen. Wenn man in Forstern den Schlüssel reduziert, fehlen bei Krankheit, Kündigung bzw. gehäuften Ausfällen – so wie es im Hort schon der Fall war – möglicherweise Betreuungskräfte.

Marlene Pawelczyk fragte bei den anwesenden Elternbeiräten nach, welches Votum sie bzw. die Eltern, die sie vertreten, dem Ausschuss mitgeben möchten.

Eine Elternbeirätin erläuterte, daß die Erhöhung in der verabschiedeten Höhe und gerade zu dem Zeitpunkt, wo einige Familien durch Corona möglicherweise geringere Einkünfte haben, ein echter „Hammer“ war. Der bereits im Gemeinderat diskutierte Wegfall des Essenszuschusses wäre für die Eltern einfacher nachzuvollziehen, allerdings hätte dies laut Herrn Goldammer keine große Auswirkung.

Die Schwankungen von Jahr zu Jahr in den Defiziten ergeben sich aus den unterschiedlichen Buchungszahlen und Auslastungen der Einrichtungen. Wenn einige Buchungszeiten kürzer ausfallen, kann deswegen nicht eine Kraft reduziert werden, die dann wieder fehlt, wenn mehr Stunden gebucht werden.

Der größte Hebel ist das Personal, dessen Qualität aber von allen Anwesenden als wichtig eingeschätzt wird.

Das Thema musikalische Früherziehung wurde besprochen. Diese wird durch die Gemeinde finanziert, zwei Einrichtungen würden hier verzichten. Die Einsparung dadurch beträgt allerdings nur 6000.-€. Der katholische Kindergarten würde hierauf nicht verzichten wollen und dies für alle Kinder aufrecht erhalten.

Vorschlag der Verwaltung

Der Vorschlag der Verwaltung ist eine Erhöhung von 0,30€ im Kindergarten (auf 1,80€) bzw. 0,40€ in der Krippe (auf 2,50€) je Stunde am September 2020. Die Betreuungsverträge müssen innerhalb der nächsten 2 Wochen fertiggestellt werden, daher kann nur der Kostensatz, aber nicht das gesamte Berechnungsmodell wie oben skizziert kurzfristig verändert werden.

Im Laufe der Diskussion hierüber ergab sich folgender Vorschlag für den Gemeinderat, der einstimmig beschlossen wurde:
Der Ausschuss schlägt dem Gemeinderat vor, eine Erhöhung im Kindergarten auf 1,65€/h und in der Krippe auf 2,50€/h zu beschließen.  

Sollten Familien wegen Kurzarbeit oder Arbeitslosigkeit Schwierigkeiten mit der Höhe der Betreuungsgebühren haben, sind Zuschüsse durch das Landratsamt möglich. Für April, Mai & Juni werden die Betreuungsgebühren erstattet bzw. nicht abgebucht.

  • TOP3: Erneute Beratung über die Festsetzung der Hortgebühren für das Kindertageseinrichtungsjahr 2020/2021

Der Vorschlag der Verwaltung hierzu lautete, die Kosten von 1,70€ auf 2,00€ zu erhöhen. Durch den Kauf der Container verringert sich das Defizit, so daß Simona Loupal vorschlug, die Erhöhung auf 1,90€ zu setzen.
Laut Herrn Goldammers Berechnung wäre eine Kostendeckung auf Basis des Jahres 2019 nur bei 3.-€ zu erreichen. Gerhard Eicher merkte an, daß auch die Kostensätze der Mittagsbetreuung beachtet werden sollte. Ein Elternbeirat bezeichnete die Erhöhung mit 1,90€ als „moderat“.

Dem Gemeinderat wird vorgeschlagen, die Erhöhung auf 1,90€ zu beschließen. Der Antrag wurde mit 6 Stimmen angenommen.

  • TOP 4: Anträge, Wünsche, Bekanntgaben

Keine

 

Ergänzung: Die von der Rechtsaufsicht geforderten 70% Kostendeckung wären mit der ursprünglichen Erhöhung vom 31.3.2020 erreicht worden. Mit dem nun an den Gemeinderat empfohlenen Kompromiss werden diese nicht erreicht. 

Der Beitrag Sitzung Kindertagesstättenausschuss 25.5.2020 erschien zuerst auf SPD & parteifreie Bürgerinnen und Bürger.

]]>
Gemeinderatssitzung 28.4.2020: Abschied, Rückblick und Aussetzung der Erhöhung https://spd-parteifreie-forstern.de/gemeinderatssitzung-28-4-2020-abschied-rueckblick-und-aufhebung-der-erhoehung/ Tue, 28 Apr 2020 18:31:44 +0000 https://spd-parteifreie-forstern.de/?p=1540 In der letzten Sitzung des amtierenden Gemeinderats (2014-2020) wurden 8 Gemeinderäte und der 1. Bürgermeister verabschiedet.
Und es wurde ein letzter Beschluss gefällt: den Beschluss der vorherigen Sitzung über die Erhöhung der Kindergartengebühren zu revidieren.

Der Beitrag Gemeinderatssitzung 28.4.2020: Abschied, Rückblick und Aussetzung der Erhöhung erschien zuerst auf SPD & parteifreie Bürgerinnen und Bürger.

]]>

Im Anschluß der letzten Gemeinderatssitzung wurden in Forstern Diskussionen über Zeitpunkt und Umfang der verabschiedeten Erhöhung der Betreuungskosten geführt. Für die heutige Sitzung war die Erwartung groß, daß unter TOP2 der Beschluss wieder aufgehoben wird. Entsprechen hoch war auch die Zuhörerzahl. 

TOP1: Genehmigung des Protokolls der Sitzung von 14.4.2020

Das Protokoll wurde einstimmig genehmigt.

TOP2: Anträge, Wünsche, Bekanntgaben

  • Antrag auf Aussetzung der Erhöhung der Kindergartengebühren
    Der Kindergartenausschuss hatte die Erhöhung einstimmig beschlossen. Die Elternbeiräte waren bei dieser Sitzung nicht anwesend, da wegen der beginnenden Corona-Epidemie nur im kleinsten Kreis getagt werden sollte. Dem Antrag zur Aussetzung wurde ohne Gegenstimmen zugestimmt.

TOP3: Rückblick & Ehrung der ausscheidenden Gemeinderäte

Da dies die letzte Sitzung des aktuellen Gemeinderates war, verabschiedete Herr Bürgermeister Els die 8 ausscheidenden Gemeinderäte mit einem Rückblick über die Aktivitäten der letzten 6 Jahre sowie einigen persönlichen Worten zu jedem Gemeinderat.
Bei den Projekten der letzten 6 Jahre waren dabei: Feuerwehrhaus, Kindergarten, Flüchtlingsunterkunft, Beitritt zum Wasserzweckverband.
Rainer Streu hört als Gemeinderat heute auf, um nächste Woche als 1. Bürgermeister zu beginnen. Nach 24 Jahren als Bürgermeister ist dies auch für Herrn Els die letzte Sitzung.

Aus dem Gemeinderat scheiden aus:
Dr. Anett Taubert (6 Jahre), Helga Wilms (11 Jahre), Franz Wintermayr (12 Jahre), Rainer Streu (12 Jahre), Max Reiser (18 Jahre), Rosa Lehrer (24 Jahre), Sebastian Hohentanner (in Summe 24 Jahre), Herbert Berger (36 Jahre). Mit Herrn Bürgermeister Els zusammen ergibt das beeindruckende 167 Jahre Tätigkeit für Forstern.

Sebastian Klinger verabschiedete im Anschluss Herrn Bürgermeister Els mit einer Dankesrede, die auch sämtliche Stationen des vergangenen und aktuellen Wirkens, politisch wie kirchlich, ehrenamtlich wie hauptamtlich, von Herrn Els beinhaltete. Auch Josef Obermaier schloss sich mit einem kurzen Dank & Blumen an.

Die Zuhörer wie auch die Gemeinderäte dankten sowohl den Gemeinderäten als auch Herrn Bürgermeister Els mit Applaus für ihre Tätigkeit.

Presseberichte

Über die Gemeinderatssitzung berichtete der Erdinger Anzeiger am 30.4.2020: Kita-Gebühren: Forstern setzt Erhöhung aus

Der Beitrag Gemeinderatssitzung 28.4.2020: Abschied, Rückblick und Aussetzung der Erhöhung erschien zuerst auf SPD & parteifreie Bürgerinnen und Bürger.

]]>
Gemeinderatssitzung 14.4.2020: heute mal ganz anders. Nachtragshaushalt & Kindergartengebühren mit viel Diskussion https://spd-parteifreie-forstern.de/gemeinderatssitzung-14-4-2020-heute-mal-ganz-anders-nachtragshaushalt-kindergartengebuehren-mit-viel-diskussion/ Tue, 14 Apr 2020 18:54:08 +0000 https://spd-parteifreie-forstern.de/?p=1488 Bürgermeister Els begrüßte heute die (noch amtierenden) Gemeinderäte zu einer Sitzung in der Turnhalle. Die Zuschauer konnten mit bestem Überblick, aber etwas schlechterer Akustik, von der "Empore" der Sitzung folgen. Es wurde viel und auch hitzig diskutiert bei den Themen Nachtragshaushalt und Kindetagesstättengebühren.

Der Beitrag Gemeinderatssitzung 14.4.2020: heute mal ganz anders. Nachtragshaushalt & Kindergartengebühren mit viel Diskussion erschien zuerst auf SPD & parteifreie Bürgerinnen und Bürger.

]]>

Gemeinderatssitzung 14.4.2020: heute mal ganz anders. Nachtragshaushalt & Kindergartengebühren mit viel Diskussion

Bürgermeister Els begrüßte heute die (noch amtierenden) Gemeinderäte zu einer Sitzung in der Turnhalle. Die Zuschauer konnten mit bestem Überblick, aber etwas schlechterer Akustik, von der „Empore“ der Sitzung folgen.

 

TOP2: Nachtragshaushalt

Der Erlös des Grundstücks für den neuen Supermarkt ist im aktuellen Haushalt mit 2 Mio€ (von gesamt 2,4 Mio€ aus dem Verkauf für Gewerbegrundstücke) eingeplant. Da die Umsetzung dieses Verkaufs nun voraussichtlich nicht mehr im Jahr 2020 erfolgen wird, muß die eingeplante Summe durch ein Darlehen ausgeglichen werden.
Im Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlkampf war mehrfach die Abhängigkeit des ordnungsgemäßen Haushaltes von Grundstücksverkäufen thematisiert worden. Ob die Einplanung des Grundstücksverkaufs im Haushalt nicht etwas „blauäugig“ war, wenn sich jetzt herausstellt, daß dies zeitlich nicht im laufenden Jahr umsetzbar ist, wurde u.a. von GR Eicher hinterfragt und auch von GR Nominacher kritisiert.
Herr Goldammer skizzierte, daß ein Nichtbeschluss am Ende zur Nichthandlungsfähigkeit führen könnte, wenn die Liquidität der Gemeinde nicht gegeben wäre.

Es wurde grundsätzlich beschlossen, die fehlende Einnahme, wenn & falls notwendig, durch ein Darlehen im Umfang von 2,4 Mio€, ohne weiteren Beschluss, auszugleichen.
Abstimmung: genehmigt mit 5 Gegenstimmen

Im Rahmen der Diskussion wurden auch die bisherige Planung mit dem Investor angesprochen und die Verwendung des Grundstücks in der bisher geplanten Form hinterfragt. Auch wurde die Kostenaufstellung aller laufenden & geplanten Bauvorhaben vom GR bei der Verwaltung angefordert.

TOP3: Festsetzung der Kindergarten- und Krippengebühren 2020/2021

Das jährliche Defizit der Einrichtungen Krippe/Kindergarten & Hort beträgt 470T€.

Dies wird auch durch den guten Betreuungsschlüssel (1,7) begründet.Der Kindertagesstättenausschuss hatte sich dafür ausgesprochen, die Gebühren zu erhöhen und nicht den Betreuungsschlüssel zu verändern, also Personal abzubauen.
Die Gebühren würden diesmal (nach einer Erhöhung von 0,10€ beim letzten Mal) um 0,70€ pro Betreuungsstunde steigen.
In der Diskussion wurde mehrfach angesprochen, daß Forstern hier im Umkreis zu den teuersten Gemeinden gehört, allerdings ohne konkrete Vergleichszahlen.
Abstimmung: genehmigt mit 4 Gegenstimmen

TOP4: Festsetzung der Hortgebühren

Erhöhung von 1,70€ auf 2,00€ je Stunde.
Abstimmung: genehmigt mit 3 Gegenstimmen

TOP5: Festsetzung der Gebühren für die Mittagsbetreuung

Die Mittasgebetreuung ist nahezu kostendeckend, deshalb wurde hier empfohlen, die Beiträge stabil zu halten.
Abstimmung: einstimmig genehmigt

TOP6: Essensgeld

Die Gemeinde bezuschusst die Essen in den Kinderbetreuungseinrichtungen.
Die Empfehlung des Kindertagesstättenausschusses hier war, im Jahr 2021 aus der Bezuschussung auszusteigen, diese im Jahr 2020 noch zu belassen. In der OGTS wird das Essen beispielsweise nicht bezuschusst, so daß hier eine Gleichbehandlung wünschenswert wäre.
Abstimmung: genehmigt

TOP7 & 8: Anpassung der Satzungen der Kindertageseinrichtungen

Abstimmung: einstimmig genehmigt / genehmigt mit 1 Gegenstimme

TOP9: Gebührenerhebung während des Betretungsverbotes der Kindertageseinrichtungen während der Corona-Verfügungen

Einige Gemeinden, auch die Stadt München, haben hier die Gebühren ausgesetzt. Hier sind die Gemeinden nun durch die Berichterstattung etwas unter Zugzwang. Die Kosten für die Einrichtungen laufen zum allergrößten Teil weiter, auf der anderen Seite werden auch die Eltern durch die aktuelle Situation besonders belastet.
Die Mitarbeiter der Tagesstätten sind derzeit nicht in Kurzarbeit, was auch nicht ohne weiteres möglich ist (führt ggf. zu einer Teilschließung und damit zum Verlust von Fördermitteln, so Bürgermeister Els).

Der GR beschließt, die Gebühren für den Monat April zu erlassen. Für den Monat Mai wird im Falle eines weitergehenden Betretungsverbots ebenfalls beschlossen, die Gebühren dann zu erlassen.
Abstimmung: einstimmig angenommen

Anträge/Wünsche/Bekanntgaben:

  • Das zuletzt aufgenommene Darlehen über 2 Mio€ wurde nicht, wie geplant und beschlossen, zu 0,0%, sondern zu 0,02% aufgenommen. Dies wurde dem GR nun zur Kenntnis mitgeteilt. Über die Laufzeit entspricht dies einer Kostenmehrung von 2000.-€
  • GR Oskar stellte den Antrag , zur nächsten Sitzung die bei TOP 2 angefragte Kostenaufstellung alle geplanten, laufenden und kürzlich abgeschlossenen Bauvorhaben zu erhalten.

 

 

 

 

Presseberichte

Über die Gemeinderatssitzung berichtete der Erdinger Anzeiger am 16.4.2020: Erhöhung um teilweise fast 50 Prozent: Kinderbetreuung in Forstern wird deutlich teurer

Eine Woche später noch eine Ergänzung vom Erdinger Anzeiger zur Diskussion über die Betreuungsgebühren: Erhöhung der Betreuungsgebühren in Forstern: Kompromiss in Sicht

Der Beitrag Gemeinderatssitzung 14.4.2020: heute mal ganz anders. Nachtragshaushalt & Kindergartengebühren mit viel Diskussion erschien zuerst auf SPD & parteifreie Bürgerinnen und Bürger.

]]>