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Wohnen im Alter / Pflegezentrum

von Christine Tappeiner

In der nahen Zukunft werden sich für die Senioren des Landes neue Wohnformen entwickeln müssen, weil es immer mehr ältere Menschen geben wird. Ältere Mitbürger können oder wollen nicht oder nicht mehr alleine leben. Entweder ist der Partner verstorben oder die Kinder sind nicht in der näheren Umgebung beheimatet. Vielleicht ist es auch zu mühselig oder aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr möglich, die eigene Wohnung oder das Haus zu versorgen und zu bestellen.

Seit längerer Zeit gibt es, auch in unserer Nähe, Senioren-Wohngemeinschaften. Dies sind mehrere kleine Wohnungen in einem Haus oder einer Wohnanlage, in denen nur ältere Menschen wohnen. Es gibt eine gemeinsame Wohnung, in der man sich regelmäßig trifft und austauscht. Selbstverständlich gibt es auch einen gemeinsamen Garten in dem man Grillen, Kaffee trinken oder mit den Enkeln spielen kann. Zweck einer solchen Gemeinschaft ist es, sich gegenseitig bei kleinen Dienstleistungen zu helfen. Sei es Einkäufe zu erledigen, wenn jemand erkrankt ist oder Begleitung zum Arztbesuch etc. Wenn einen Mitbewohner ein schweres Schicksal ereilt, sei es ernste Erkrankung oder Tod des Partners, ist er nicht alleine, kann aber die Türe hinter sich schließen, wenn er alleine sein will.

Eine andere Form der Lebensgemeinschaft wäre die des Betreuten Wohnens. Das heißt, eine Person oder ein Paar bewohnen eine kleine Wohnung. Sie versorgen sich selbst, es ist aber auch möglich sich Dienstleistungen, sei es Putzen, Einkaufen, Wäsche etc. zu bestellen. Außerdem ist geschultes Personal vor Ort und kann bei Medikamentenabgabe, Spritzen etc. helfen.

Die nächste Stufe ist die Versorgung im Pflegezentrum. Hier werden für die Bewohner alle täglichen Arbeiten übernommen. Zusätzlich wird die Medikamentenabgabe überwacht und bei Körperhygiene und Inkontinenz geholfen. Zusätzlich wäre zu überdenken, ob es möglich ist, eine Station für Tages- und Kurzzeitpflege einzurichten. Pflegende Angehörige hätten z.B. die Möglichkeit sich ab und zu eine Auszeit (Urlaub) von der unter Umständen sehr anstrengenden Pflege der Angehörigen zu nehmen oder sie könnten einer geregelten Tätigkeit nachgehen.

Vielleicht ist es nicht möglich, all diese Ideen umzusetzen, aber die Senioren nehmen in unserer Bevölkerung einen immer größeren Platz ein und dem muss eine Gemeinde gerecht werden, wenn eine derartige Institution geplant ist.